Geschäftskonto eröffnen – auf diese 13 Punkte kommt es an (Checkliste)!

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Das Geschäftskonto eröffnen ist einer der Meilensteine am Anfang der Selbständigkeit. Es hilft Jungunternehmern, den Überblick über ihre Finanzen zu behalten und spart langfristig viel Zeit und Nerven – denn laufen Berufliches und Privates über ein Girokonto, muss bei der Steuererklärung mühsam ausgefiltert werden.

In dem ersten Teil unserer Ratgeberserie, erfährst du worauf es bei der Eröffnung eines Firmenkontos genau ankommt.

Geschäftskonto eröffnen – Ja oder Nein?

Du kannst deine geschäftlichen Umsätze zwar über dein privates Girokonto laufen lassen, doch aus Unternehmersicht ist das nicht empfehlenswert. Neben einer extrem stressigen Buchführung spielen viele Banken dabei auch nicht mit. Daher ist einer der ersten Schritte einer erfolgreichen Gründung das Business Konto.

Welches Firmenkonto ist das Richtige für mich?

Bei der Wahl der Bank ist wichtig, um welche Art Unternehmen es sich handelt und wie das Konto genutzt werden soll. Nicht nur aufgrund erheblicher Unterschiede bei den Kontoführungsgebühren, sondern auch, weil sich die einzelnen Kontenmodelle an bestimmte Zielgruppen richten.

Grundsätzlich ist ein Geschäftsgirokonto, das ausschließlich online geführt wird billiger als bei einer Filialbank. Stehen bei dir häufig Bargeldtransaktionen an, wie es zum Beispiel in der Gastronomie oder im Handel der Fall ist, ist eine Onlinebank ungeeignet. Das gilt auch, wenn es um Verhandlungen über den Kontokorrentrahmen oder Unternehmerkredite geht.

Bist du jedoch internetaffin und managst sämtliche Transaktionen digital, kannst du mit den meist kostenlosen Geschäftskonten einer Onlinebank jede Menge Geld sparen!

Checkliste: Darauf kommt es bei einem Businesskonto an

Neben der grundsätzlichen Entscheidung zwischen Online- und Filialbank musst du noch auf weitere Punkte bei der Eröffnung eines Kontos für geschäftliche Zwecke achten:

  • 1. Kontoführungsgebühren: Viele Onlinebanken werben mit gratis Business-Girokonten. Das bedeutet allerdings nicht, dass keine weiteren Kosten entstehen.
  • 2. Buchungen: Du solltest daher auf jeden Fall die Preise für beleglose und beleghafte Buchungen vergleichen. Auch Lastschriften und die Einreichung von Schecks kann sich unter Umständen summieren.
  • 3. Kredite: Saisonale Schwankungen oder eine kurze Flaute können ein Unternehmen schnell in Zahlungsschwierigkeiten bringen. Viele Digitalbanken arbeiten auf der Basis eines reinen Guthabenkontos. Wenn du jedoch auf eine zeitlich limitierte Überziehungsoption / Dispo angewiesen bist, sollte ein Firmenkonto die Möglichkeit zum Kontokorrentkredit bieten. Falls Investitionen getätigt werden müssen, ist die Option Unternehmerkredit zu prüfen.
  • 4. Bargeld abheben: Im Gegensatz zu Onlinebanken unterhalten Filialbanken ein dichtes Netz an Geldautomaten. Vom Online Business Konto Geld abheben kann unter Umständen teuer werden. Auch hier muss verglichen werden, welche Gebühren zu erwarten sind. Das gilt nicht nur im Inland, sondern auch für Unternehmer, die häufig im Ausland unterwegs sind. Hier lohnt sich der Vergleich der Gebühren für den Bargeldbezug im In-und Ausland.
  • 5. Bargeld einzahlen: Manche Banken erlauben gebührenfrei nur eine gewisse Anzahl an Bargeldeinzahlungen.
  • 6. Kreditkarten: Welche Karten bietet das Geschäfts-Girokonto? Manche Modelle operieren nur mit einer Business Kreditkarte. Wie gestalten sich die Jahresgebühren?
  • 7. Kreditkartengebühren: Wenn in Fremdwährung gezahlt wird, fallen Kreditkartengebühren an. Hier sollte gut verglichen werden.
  • 8. Girocard: Filialbanken bieten in der Regel eine Girokarte für das Firmenkonto an. Bei mehreren Verfügungsberechtigten muss die Option von Zweitkarten überprüft werden.
  • 9. Unterkonten: In manchen Unternehmen sind Unterkonten sinnvoll. Dieser Punkt sollte vor der Kontoeröffnung abgeklärt werden.
  • 10. Zinsen: Aktuell werden kaum noch Zinsen für das Guthaben auf dem Geschäftskonto gezahlt. Daher ist unter Umständen das Firmentagesgeld interessant. Einige Banken bieten hier spezielle Optionen für Unternehmen an, die ihr Guthaben auf Tages-oder Festgeld halten wollen.
  • 11. Service: Unter Umständen ist es mit der Kontoeröffnung alleine nicht getan. Daher sollte auch auf das Beratungsportfolio und die Erreichbarkeit der Hotline geachtet werden.
  • 12. Mehrere Logins: Mitgesellschafter sollten die Möglichkeit zu einem eigenen Login und einer Karte haben. Bietet das anvisierte Firmenkonto diese Möglichkeit?
  • 13. Boni, Prämien, Startguthaben: Viele Banken bieten Geschäftskunden einen Eröffnungsbonus an. Es kann lukrativ sein, Gutscheine oder ein kostenloses Privatkonto zu erhalten. Trotzdem sollten die Boni erst dann als Kriterium für eine Bank hinzugezogen werden, wenn sonst alle Voraussetzungen stimmen.

Welche Unterlagen die Banken für die Eröffnung eines Businesskontos benötigen

Für ein Geschäftskonto wird entweder der Personalausweis oder der Reisepass inklusive einer gültigen Meldebescheinigung benötigt. Digital-Bank bitten den Antragsteller im Rahmen des Videoident-Verfahrens, diese Dokumente bereitzuhalten. Gründer müssen ihre Gründungsurkunde vorlegen.

Bei bereits bestehenden Unternehmen richten sich die Unterlagen nach der Unternehmensform. Banken verlangen zum Beispiel:

  • Einkommensnachweise oder ältere Kontoauszüge
  • Gewerbeanmeldung
  • Handelsregisterauszug
  • Steuernummer bei Freiberuflern
  • Gesellschafterbürgschaften

Trägt in einem Unternehmen nicht nur einer die Verantwortung, werden Dokumente von weiteren Berechtigten verlangt. Eine SCHUFA-Abfrage ist bei Filialbanken Pflicht im Rahmen der Kontoeröffnung. Es ist jedoch in vielen Fällen möglich, ein Firmenkonto auf Guthabenbasis zu eröffnen.

Zusammenfassung

Um ein Konto für geschäftliche Zwecke zu eröffnen, stehen verschiedene Modelle zur Verfügung.

Gründer und Unternehmen sind daher vorab gut beraten, sich intensiv mit der Materie zu beschäftigen, um Zusatzkosten zu vermeiden. Unser Geschäftskonto Vergleich hilft, die für das eigene Unternehmen beste Entscheidung zu treffen.

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