Firmenfestgeld: Die besten Geldanlagen für Unternehmen im Vergleich

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Planbar, zinssicher und gebührenfrei: Das Firmenfestgeld ist eine immer beliebtere Form der Geldanlage für Firmen. Und das zu Recht, denn über das Festgeldkonto für Geschäftskunden kann ein Teil des Firmenvermögens langfristig und risikofrei angelegt werden. Und durch die langsam wieder steigenden Zinsen wird auch Festgeld für Unternehmen immer attraktiver.

Doch nicht alle Banken bieten diese Form der Festgeldanlage. Wir klären auf, welche Festgeldanbieter einen Blick wert sind, für wen sich das Firmenfestgeldkonto wirklich lohnt und auf was du vor dem Vertragsabschluss achten musst.

Firmenfestgeld: 8 Festgeldkonten für Unternehmen im Überblick (02/2023)

Festverzinsliche Anlagen werden auch für Firmenkunden wieder attraktiver. Allerdings nur wenige Banken und Finanzdienstleister bieten aktuell Business Festgelder an. Welche das sind und wo sich das mittelfristige Sparen für Unternehmen lohnt, haben wir in folgender Übersicht zusammengefasst:

Bank / AnbieterGeeignet fürKonditionenBesonderheitenMehr Infos
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FYRST
Festgeldkonto
Einzelunternehmer, Selbstständige, Freiberufler, Gewerbe, GmbH, UG, eK, eG, GbR, KG, KGaA, OHG, PartG, AGLaufzeit: 3 oder 12 Monate
Anlagevolumen: 50.000 - 5.000.000 EUR
Zinsen: 1,84 % bzw. 2,64 %
Zinsausschüttung: zu Vertragsende
Thesaurierung: nein
Das Geld muss in den letzten 14 Tagen vor der Einzahlung außerhalb des Deutsche Bank Konzerns liegen
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GEFA Bank
FestGeld Business
UG, GmbH, GmbH & Co.KG, KG und OHGLaufzeit: 3, 6, 12, 18, 24, 36, 48, 60 Monate
Anlagevolumen: 10.000 - 1.000.000 EUR
Zinsen: auf Anfrage
Zinsausschüttung: auf Wunsch zum Jahresende auf das GEFA TagesGeld Business-Konto
Thesaurierung: auf Wunsch zum Jahresende
keine Angaben
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SWK Bank
Firmenfestgeld
Einzelunternehmen, PartG, GbR, GmbH, GmbH & Co.KGLaufzeit: 1, 3, 6, 12, 24, 36, 48, 60, 72, 84, 96, 108, 120 Monate
Anlagevolumen: 10.000 - 5.000.000 EUR
Zinsen: 0,4 - 1,3 %
Zinsausschüttung: jährlich
Thesaurierung: nein
keine Angaben
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ProCredit Bank
Festgeld
Stiftungen, alle anderen Rechtsformen auf AnfrageLaufzeit: 6, 12, 24, 36, 48, 60, 72, 96, 120 Monate
Anlagevolumen: 20.000 - 1.000.000 EUR
Zinsen: 1,5 - 2,9 %
Zinsausschüttung: jährlich aufs Tagesgeldkonto
Thesaurierung: nein
Voraussetzung ist Tagesgeldkonto bei der ProCredit; Laufzeiten lassen sich flexibel verlängern
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Triodos Bank
Festzins für Geschäftskunden
auf AnfrageLaufzeit: 3 bis 10 Jahre
Anlagevolumen: 500 - 50.000 EUR
Zinsen: 0 - 0,25 %
Zinsausschüttung: jährlich
Thesaurierung: nein
keine Angaben
PSD Berlin Brandenburg
PSD Berlin Brandenburg
Firmenfestgeld
keine AngabenLaufzeit: 1 - 12 Monate
Anlagevolumen: 25.000 - 5.000.000 EUR
Zinsen: auf Anfrage
Zinsausschüttung: zu Vertragsende
Thesaurierung: nein
keine Angaben
Volkswagen Financial Services Logo
Volkswagen Financial Services
Festgeld Business
Unternehmen und Vereine in öffentlichen RegisternLaufzeit: 3 bis 36 Monate
Anlagevolumen: ab 5.000 EUR
Zinsen: 0,5 - 1,2 %
Zinsausschüttung: zu Vertragsende
Thesaurierung: nein
taggenaue Laufzeitbestimmung; Voraussetzung ist ein Plus Konto Business
Volksbank Logo
Volks- und Raiffeisenbanken
Festgeld
Nur wenige VR-Banken bieten Firmenfestgeld an. Möglichkeit und Konditionen müssen bei der lokalen VR-Bank angefragt werden

Hinweis nach § 18 Abs. 6 Zahlungskontengesetz: Bitte beachte, dass dieser Vergleich keinen kompletten Marktüberblick darstellt.

Firmenfestgeldkonto: Das Wichtigste in Kürze

  • Firmenfestgelder sind kurz- bis langfristige Geldanlagen.
  • Die Zinsen sind über die gesamte Anlagedauer unveränderbar.
  • Die angelegte Geldsumme ist für die gesamte Laufzeit gebunden und steht bis zur Ausschüttung nicht zur Verfügung.
  • Auch zusätzliche Einzahlungen sind nicht möglich.
  • Festgeldkonten können nicht vorzeitig gekündigt werden, außer es liegt ein triftiger Grund vor. Hier bestimmt die Bank aber selbst, wann es sich um einen solchen Grund handelt.
  • Das Festgeld muss fast immer manuell und rechtzeitig gekündigt werden, da es ansonsten zu den gleichen Konditionen verlängert wird.
  • Freiberufler und nicht eingetragene Einzelunternehmen müssen auf private Festgelder ausweichen.

Was ist Firmenfestgeld?

Das Firmenfestgeld wird immer attraktiver. Dies liegt zum Großteil an den langsam steigenden Zinsen, aber auch an dem besonders einfachen und sicheren Anlagekonzept.

Genau genommen handelt es sich bei den Fest- oder Termingelder für Geschäftskunden und Kapitalanlagen, die vollständig durch die Bank gemanaged werden. Du legst eine vorher festgelegte Summe über einen definierten Zeitraum und zu einem festgelegten Zinssatz an. Das Bankinstitut kümmert sich um alles weitere.

Festgelder bedienen gleich mehrere Anlagehorizonte. Zum einen können teils mehrere Millionen Euro zinssicher investiert werden, zum einen bieten die flexibel wählbaren Laufzeiten von einigen Monaten bis zu 10 Jahren sowohl für kurz, als auch für mittel- und langfristige Sparziele die passende Lösung.

Allerdings kann – im Gegensatz zu Tagesgeldkonten und Wertpapierdepot – über das angelegte Geld während der Laufzeit nicht verfügt werden. Es darf daher nur Unternehmenskapital angelegt werden, welches garantiert für einen längeren Zeitraum nicht benötigt wird.

Dies macht die Festgeldanlage aber mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit wieder wett. Die damit garantiert anfallende Rendite eignet sich hervorragend für zukünftige Investitionen etwa in neue IT-Systeme, Fahrzeuge oder Firmenerweiterungen.

Welche Laufzeiten gibt es?

Business Festgeldkonten dienen häufig der kurz– und mittelfristigen Geldanlagen für Firmenkunden. Je nach Bankhaus sind dabei kurze Laufzeiten von 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 12 Monaten oder längere Zeiträume von 2 bis 5 möglich.

Einige wenige Kreditinstitute bieten sogar bis zu 10 Jahre an, dies wird aber nur selten genutzt, da Wertpapiergeschäfte für diese Zeiträume wesentlich attraktiver sind. Zudem macht die langfristige Zinsbindung beim aktuell unsicheren Zins- und Finanzmarkt wenig Sinn.

Welche Kosten entstehen bei Festgeld für Unternehmen?

Die Kontoführung für ein Festgeldkonto für Geschäftskunden ist in aller Regel gebührenfrei. Als zusätzliches Konto zum bestehenden Firmenkonto – wie es bei den Spar- und VR-Banken der Fall ist – entstehen keine zusätzlichen Kosten. Diese würden das Termingeldkonto mit moderaten Zinsen für Unternehmen auch unrentabel machen.

Auch Negativzinsen auf das Betriebsvermögen müssen nicht befürchtet werden.

Welche Mindestanlagen gelten beim Firmenfestgeld?

Jede Bank bestimmt die Höhe der Mindestanlage anders. Fest steht, dass immer ein Mindestanlagebetrag angelegt werden muss. Dabei gilt: Je weniger das angelegte Kapital, desto niedriger ist der Festgeld-Zinssatz. Im Schnitt liegt das Minimum bei 5.000 EUR, auch 500 EUR und 50.000 EUR sind vereinzelt möglich.

Ähnlich unähnlich sind die maximal möglichen Anlagebeträge. Doch es gibt zwei Gemeinsamkeiten: Zum einen gibt es meistens eine Obergrenze, zum anderen liegt diese fast immer im Millionen-Bereich. Firmen müssen sich den Anbieter je nach dem verfügbaren Kapital sehr genau auswählen.

Es gibt sowohl für kleine Startups als auch für erfolgreiche mittelständische Unternehmen passende Anlagebeträge.

Ist diese Geldanlage für Firmen sicher?

Festgelder zählen zu den aktuell sichersten Anlagen auf dem Markt. Dies liegt an 3 Haupteigenschaften:

  1. Die Laufzeit ist fest definiert.
  2. Der Zinssatz ist für die Dauer der Anlage unveränderbar festgeschrieben.
  3. Alle Einlagen bei deutschen Banken sind über Einlagensicherungsfonds immer bis 100.000 Euro je Kunde gesichert.

So geht Sparen mit der Firmenfestgeldanlage

Das Prinzip der Anlage sowie der Eröffnungsprozess gleichen denen für Privatkunden und ist besonders unkompliziert gestaltet.

Die Kontoeröffnung und -führung erfolgen fast immer über das Onlinebanking. Zur Eröffnung wird die gewünschte Laufzeit ausgewählt und ein Referenzkonto hinterlegt. Dieses kann, muss aber kein bei der Festgeld Bank geführtes Geschäftskonto sein, und wird für alle Ein- und Auszahlungen genutzt.

Bei manchen Festgeld-Anbietern wird zusätzlich auch ein Verrechnungskonto eröffnet, welches als Zwischenschalte zwischen Referenz- und Festgeldkonto dient. In aller Regel handelt es sich dabei um ein Tagesgeldkonto, auf das der anzulegende Betrag eingezahlt und jährlich anfallende Zinsen ausgezahlt werden.

Nach der Eröffnung wird ein fester Anlagebetrag einmalig auf das Firmenfestgeldkonto überwiesen. Spätere Einzahlungen sind dann nicht mehr möglich. Der Geldbetrag wird dann für die vorher festgelegte Anlagedauer (mehrere Monate bis Jahre) zu garantierten Zinsen angelegt. Die Verzinsung ist fest und gilt über den gesamten Zeitraum, selbst wenn sich die Zinspolitik währenddessen ändern sollte.

Erwirtschaftete Zinsen werden bei längeren Laufzeiten meist nach Ablauf eines Jahres wieder angelegt (Zinseszinseffekt). Ist das Firmenfestgeld nur für einige Monate angelegt, werden die Zinsen hingegen nach Ablauf der Laufzeit dem Referenzkonto gutgeschrieben.

Festgeld über Online Banking beantragen

Wer bereits ein Geschäftskonto nutzt, kann oft über seine Bank auch ein Festgeld-Konto beantragen. Da du in dem Falle bereits verifiziert bist und alle Unterlagen vorliegen, entfällt auch der Großteil des Antragsprozesses. Über den Online Zugang kannst du einfach unter den weiteren Bankprodukten das Festgeld auswählen und mit Kapital aus deinem Businesskonto aufstocken.

Es ist dabei auch egal, ob du ein kostenloses Geschäftskonto nutzt oder eine Premiumvariante. Die Kontomodelle bestimmen nicht den Zugang auf andere Banking-Produkte, sondern nur die Serviceleistungen.

Allerdings: Kostenlose Business Konten gibt es meist nur noch bei Neobanken und Fintechs, die sich allein auf den Zahlungsverkehr – und nicht auf Anlageprodukte – spezialisiert haben. Hier muss also meist auf eine Drittbank für das Business Festgeld zurückgegriffen werden (Ausnahme ist FYRST).

Was sind die Vor- und Nachteile von Firmenfestgeld?

Vorteile:

  • Keine zusätzlichen Kosten
  • Absolut risikofrei, da keine Spekulation (und sofern Anbieter nicht insolvent geht)
  • Zinseszinseffekt bei Wiederanlage (thesaurierend)
  • Sehr beliebte Business Festgeldanlage
  • Flexibel wählbare Laufzeiten von wenigen Monaten bis 10 Jahren

Nachteile:

  • Eher niedrige Zinsen im Vergleich zur Inflationsrate
  • Freiberufler und Selbstständige sind meist ausgeschlossen
  • Es gelten Mindestanlagen
  • Steuerlich nicht abgeltungsfähig
  • Geld ist für definierte Laufzeit gebunden
  • Vorzeitige Kündigung nur selten möglich

Unterschiede zwischen Festgeld und Tagesgeld für Unternehmen

Manches Jungunternehmen fragt sich, was Tages– und Festgeld für Unternehmen voneinander unterscheidet und ob nicht eventuell das Tagesgeldkonto die bessere finanzielle Entscheidung wäre. Wir klären auf:

  • Tagesgeld zeichnet sich vor allem durch seine hohe Flexibilität aus. Es gibt ähnlich dem Girokonto keine feste Laufzeit. Dementsprechend kann das Tagesgeldkonto jederzeit und ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Auch der Sparbetrag ist frei wähl- und jederzeit änderbar. Zudem kannst du täglich über die eingezahlte Geldsumme verfügen und flexibel Geld abheben oder einzahlen.
  • Festgeld hingegen ist eine Termineinlage. Das bedeutet, dass das eingezahlte Kapital für einen bestimmten Zeitraum fest angelegt ist und du in dieser Zeit nicht darauf zugreifen kannst. Generell sind keine Änderungen nach der Eröffnung mehr möglich: Weder Ein- oder Auszahlungen, noch eine vorzeitige Kündigung.

Die angelegte Geldsumme ist fest gebunden und steht dir in dieser Zeit nicht mehr zur Verfügung. Dafür profitierst du von besseren Zinssätzen als beim Tagesgeld, da Banken bei längeren Zeiträumen das Geld besser anlegen kann.

Wir haben alle wichtigen Eigenschaften von Tages- und Festgeld in folgender Tabelle übersichtlich gegenübergestellt:

EigenschaftFestgeldTagesgeld
Zinsenfest und meist besserflexibel
Laufzeitfestkeine
Kapitalverfügungnicht während der Laufzeittäglich
Vorzeitige Kündigungnicht möglichmöglich
ReferenzkontoTagesgeld oder FirmenkontoFirmenkonto

Festgeld für Geschäftskunden: Wer kann es nutzen?

Das Festgeld eignet sich für jedes Unternehmen, welches ausreichend Kapital zur freien Verfügung hat und dieses in absehbarer Zeit nicht benötigt. Durch die moderaten Zinsen eignet sich Firmenfestgeld nicht zur maximalen Renditegewinnung, kann aber ein Sicherheitsbaustein in einer diversifizierten Anlagestrategie des Unternehmens sein.

Hauptsächlich wird ist das Firmenfestgeld als sicherer „Parkplatz“ für ungenutztes Firmenkapital genutzt. Da auch kurze Anlagedauer von einigen Monaten möglich sind, können Unternehmen ihr ungebundenes Geld festverzinslich anlegen und mit einer planbaren Rendite rechnen.

Damit ist Festgeld vor allem für jene Firmen geeignet, die:

  • sich gegen die Inflation schützen,
  • Abschreibungen entgegenwirken,
  • Boni an ihre Mitarbeiter auszahlen, oder
  • für geplante Investitionen vorsorgen wollen.

Doch nicht immer stellen Geldinstitute ihre Firmenfestgelder für jede Unternehmensform zur Verfügung. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an Unternehmen, die in öffentlich Register eingetragen sind.

Die Unternehmensform spielt dann keine Rolle. In manchen Fällen sind aber nur bestimmte Formen zulässig, oft nur folgende:

  • eingetragene Einzelunternehmen
  • GbR
  • UG
  • GmbH und GmbH & Co. KG

Hinweis: Institutionelle Kunden, Versicherungen und Banken sind grundsätzlich vom Firmenfestgeld ausgeschlossen.

Festgeld für Freiberufler und Selbstständige

Problematisch ist es vor allem für jene Unternehmer, die als natürliche Person geschäftlich auftreten. Nicht jede Kreditinstitut bietet ein Firmenfestgeld für Einzelunternehmer, Freiberufler sind oft gänzlich ausgeschlossen. Diese haben aber immer die Möglichkeit, die Angebote für Privatkunden als Alternative zu nutzen. Damit steht Freiberuflern und Einzelunternehmern sogar eine größere Auswahl an Festgeldern bereit.

Festgeld für Vereine und Stiftungen

Sonderfälle bilden auch Vereine und Stiftungen, die sowohl in ihrer Rechtsform als auch im Anlageziel anders bewertet werden müssen.

  • Vereine: agieren nach dem Prinzip der Gemeinnützigkeit. Ihre erwirtschafteten Gewinne dienen also nur dem Erhalt des Vereins sowie dem Gemeinwohl. Dementsprechend darf nur maximal ein Drittel des Vereinsvermögens investiert werden – genauer darf die freie Rücklage nicht mehr als ein Drittel des Überschusses aus der Vermögensverwaltung betragen. Zudem muss ein Verein seine finanziellen Mittel zeitnah wieder ausgeben, so §55 der Abgabenverordnung des Vereinsrechts. Zeitnah definieren diverse Gerichte dabei bis 2 Jahre. Für Vereine kommen also nur Firmenfestgelder mit Anlagedauer von einigen Monaten bis maximal 2 Jahren in Frage.
  • Stiftungen: auf der anderen Seite verwalten viel Kapital. Dieses darf – genauso wie Renditen aus Geldanlagen – nur allein für den Stiftungszweck verwendet werden. Zudem muss das Geld sicher und gewinnbringend angelegt sein, da das Gebot zum sparsamen Umgang mit dem Stiftungsvermögen. Festgelder entsprechen mit den verhalten steigenden Zinsen langsam wieder diesem Vorsatz, bieten aber noch nicht ausreichend hohe Renditen, um zusätzlich die Inflation auszugleichen.

Festgeld für andere Businesskunden

Hierzu zählen freiberufliche Mediziner, Wirtschaftsprüfer oder Juristen. Auch diese können bei einzelnen Banken ein Firmenfestgeldkonto eröffnen – aber eben nicht überall. Alternativ müssen auch sie auf private Festgelder zurückgreifen.

Wohnungseigentümergemeinschaften können ebenfalls das Firmenfestgeld nutzen. Hier muss aber von der Bank aus individuell überprüft werden, welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen. So bietet die DKB etwa für einzelne Business Kundengruppen maßgeschneiderte Anlagelösungen.

Was zeichnet ein gutes Business Festgeldkonto aus?

Festgeldkonten für Geschäftskunden überzeugen grundsätzlich mit ihren besonders hohe Sicherheiten und Planbarkeit durch die Festverzinslichung.

Ein gutes Festgeld-Konto zeichnet sich darüber hinaus mit folgenden Eigenschaften aus:

  • Angemessene Zinsen von über 2 %
  • Gute Auswahl an möglichen Anlagezeiträumen
  • Geringe Mindestanlage, um auch kleine Firmen zu bedienen, und um Flexibilität zu wahren
  • Schnelle und unkomplizierte Eröffnung des Kontos
  • Gut erreichbarer und kompetenter Kundenservice
  • Einfacher Zugriff über das Online Banking

Firmenfestgeld und Steuern

Im Gegensatz zu privaten Festgeldern ist bei Unternehmenskunden die Besteuerung von Kapitalerträgen nicht einheitlich geregelt. Kreditinstitute führen auch hier automatisch die Kapitalertragssteuer ab.

Aber: Dieser Vorgang hat keinen abgeltenden Charakter und dementsprechend können Firmen auch keinen Sparerfreibetrag geltend machen, um steuersparend ihr Geld anzulegen.

Vielmehr gilt das Prinzip „Abgerechnet wird zum Schluss“. Das bedeutet, dass gezahlte Steuern eher wie eine Art Vorauszahlung betrachtet werden müssen. Kapitalerträge von Unternehmen zählen zu den Betriebseinnahmen und werden entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet.

Welche Steuern genau anfallen, hängt dann von der Unternehmensform und -struktur ab:

  • Kapitalertragssteuer
  • Gewerbesteuer
  • persönliche Einkommenssteuer (Personengesellschaften)
  • Körperschaftssteuer (Kapitalgesellschaften)
  • Solidaritätszuschlag, sofern Gesamteinkommen über dem Freibetrag liegt

Gelten Besonderheiten bei der Kündigung vom Termingeldkonto für Firmen?

Grundsätzlich gilt: Einmal abgeschlossen kann das Firmenfestgeld nicht vor Ablauf der Laufzeit gekündigt oder teilweise entnommen werden.

Zudem muss das Business Festgeld aufgrund der Prolongation rechtzeitig gekündigt werden, sonst verlängert sich Vertrag automatisch zu den gleichen Konditionen (z.B. Zinssatz und Anlagedauer). Du als Kunde musst daher rechtzeitig reagieren, willst du dein Geld nicht aufs Neue fest gebunden haben.

Wenn überhaupt ist eine vorzeitige Kündigung laut §314 BGB nur bei triftigen Gründen möglich. Welche dies genau sind, definiert jede Bank anders und es wird immer individuell von Fall zu Fall entschieden.

Gründe für eine vorzeitige Kündigung des Firmenfestgelds können sein:

  • Tod
  • Bezug von Arbeitslosengeld II
  • Insolvenz des Kontoinhabers
  • Insolvenz der Bank

Manche Bankhäuser bieten sogar zusätzliche Einlagensicherung bis mehrere Millionen Euro. Vor allem Unternehmen profitieren von dieser besonders sicheren Konstellation. Zum einen können sie fest und sicher mit den zu erhaltenden Zinsen planen. Zum anderen ist ihr Firmengeld krisensicher angelegt und fährt auch bei negativ laufenden Märkten keine Verluste ein.

Fazit

Das Firmenfestgeld ist mit seinen langsam steigenden Zinsen wieder eine interessante Kapitalanlage für Unternehmen.

Es bietet eine sehr hohe Sicherheit in der Renditeerzielung, da Anlagebetrag, Laufzeit und Verzinsung fest definiert sind. Business Festgelder eignen sich daher aber nicht für kontinuierliches Sparen, hierfür sollten das Firmentagesgeld oder Wertpapiersparpläne genutzt werden.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was ist Firmenfestgeld?

Festgeld für gewerbliche Kunden ist eine Form der betrieblichen Geldanlage, die mit steigenden Zinsen wieder mehr an Bedeutung gewinnt. Es wird vor allem als sehr sichere und planbare Rücklage für spätere Projekte genutzt, wenn Firmenkapital auf längere Zeit ungenutzt bleibt. Die Zinsen sind aktuell noch moderat und liegen je nach gewähltem Anlagezeitraum zwischen 1,5 und 2,5 %.

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Wie funktioniert das Firmenfestgeld?

Banken handeln mit dem eingezahlten Geldbetrag gewinnbringend und können so den Kontoinhabern einen fest definierten Zinssatz garantieren. Kunden bestimmen zur Eröffnung des Firmenfestgeldkontos, wieviel Geld über welchen Zeitraum angelegt werden sollen. In dieser Zeitspanne können sie nicht auf das eingezahlte Kapital zugreifen oder ohne triftigen Grund das Festgeld vorzeitig kündigen. Die anfallenden Zinsen werden bei mehrjährigen Anlagen jeweils nach einem Jahr ausgeschüttet oder wiederangelegt. Bei Anlagen unter einem Jahr zahlt die Festgeld Bank die Zinsen nach Ablauf der Vertragslaufzeit aus.

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Wird beim Firmenfestgeld eine Mindestanlage verlangt?

Ja, da es sich um eine Festanlage und keine Sparanlage handelt und die Bank gewisse Zinsen nur für bestimmte Anlagezeiträume und -Beträge erzielen kann. Der Mindestanlagebetrag liegt je nach Anbieter zwischen 5.000 EUR und 10.000 EUR, seltener darunter oder darüber (die kleinste uns bekannte Mindestanlage beträgt 500 EUR, die größte 50.000 EUR). Viele Banken erlauben zudem nur Festgeld-Anlagen bis zu einer maximalen Höhe. Auch hier gibt es teils große Unterschiede, aber alle uns bekannten Obergrenzen liegen im Millionenbereich.

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Welche Laufzeiten sind möglich?

Auch die Laufzeiten für Festgeldkonten für Unternehmen variieren je nach Bank. Generell sind Zeiträume von 3 bis 12 Monaten sowie von bis zu 10 Jahren möglich. Je länger das Geld angelegt werden soll, desto weniger macht allerdings ein Firmenfestgeld Sinn, da Wertpapierdepots hier höhere Renditen erzielen.

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Welche Zinsen bietet ein Festgeldkonto für Firmen?

Dies ist abhängig von der Bank und der gewählten Laufzeit. Bis vor Kurzen lagen die Zinsen noch bei 0 %. Erst durch die global angehobenen Leitzinsen aufgrund der galoppierenden Inflation werden Festgeldkonten mit Zinsen bis etwa 3 % wieder zu attraktiven Geldanlagen für Firmenkunden.

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Gibt es Kosten beim Unternehmensfestgeld?

Nein, ein Firmenfestgeldkonto ist immer kostenlos. Es fallen weder Gebühren für die Kontoeröffnung noch für die Kontoführung an. Anders verhält es sich bei der Besteuerung, die Kapitalertragssteuer in Höhe von 25 % wird immer automatisch abgeführt, hat aber keinen abgeltenden Charakter und muss mit der Unternehmerischen Gewinn- und Verlustrechnung abgerechnet werden.

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Für wen ist das Firmenfestgeld geeignet?

Theoretisch kann jede Geschäftsform vom Freiberufler bis zur Aktiengesellschaft ein Festgeldkonto für Businesskunden eröffnen. Auch Vereine, Stiftungen oder Wohnungseigentümergemeinschaften können auf diese Geldanlage zurückgreifen. Dies macht aber nur in bestimmten Fällen Sinn und wird von den Banken oft nur bestimmten Unternehmensformen angeboten. Zudem können Freiberufler und Einzelunternehmer auch auf Festgeldkonten für Privatpersonen zurückgreifen. Generell ist Firmenfestgeld nur dann als geschäftliche Geldanlage geeignet, wenn das Firmenkapital längerfristig nicht benötigt wird und der Fokus mehr auf planungssicher festgelegten Zinsen anstatt auf maximaler Rendite liegt.

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Kann ich während der Laufzeit über das Firmenfestgeld verfügen?

Nein, das ist nicht möglich. Das Unternehmenskapital ist innerhalb der festgelegten Laufzeit im Festgeldkonto gebunden. Eine Verfügung ist erst wieder am Ende der Laufzeit möglich.

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Welche Vorteile gibt es gegenüber anderen Geldanlagen für Geschäftskunden?

In der Vergangenheit war Festgeld für Firmen weniger attraktiv, da durch die Null-Zins-Politik keine Rendite erzielt wurde. Mit steigenden Leitzinsen ändert sich das langsam wieder, bereits seit Ende 2022 können viele Banken Festgelder mit einer Verzinsung von bis zu 3 % anbieten. Vor allem bei kurzfristigen Geldanlagen kann hier das Festgeld mit den garantierten Zinsen punkten. Die feste Verzinsung bietet noch einen weiteren Vorteil: Ein Firmenfestgeld bietet höchste Planungssicherheit. Sie wissen bereits zu Vertragsbeginn, welche Rendite Ihnen wann ausgezahlt wird. Im Gegensatz zu Wertpapieranlagen müssen Sie also nicht mit schwankenden Kursen oder kurzfristigen Kurseinbrüchen kämpfen. Da ist die nicht vorhandene Flexibilität auch zu verkraften.

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Wie kündige ich mein Unternehmensfestgeld?

Bei den meisten Banken werden Firmenfestgelder nach Vertragsende automatisch zu den alten Vertragsbedingungen und Laufzeit verlängert. Sie müssen daher mindestens eine Woche vor Laufzeitende Ihren Festgeld-Vertrag rechtzeitig kündigen. Dies muss schriftlich mit Ihrer Unterschrift geschehen, eine schnelle Kündigung über das Onlinebanking ist nicht möglich. Eine vorzeitige Kündigung ist grundsätzlich nicht möglich. Nur im seltenen Notfall kann dazu ein Antrag gestellt werden. Ob es sich dann aber tatsächlich um einen triftigen Grund handelt, entscheidet jede Bank individuell.

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