Wie Du als Nicht-EU-Ausländer ein Geschäftskonto in Deutschland eröffnest

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EU-Ausländer haben es relativ leicht, ein Business Konto in Deutschland zu eröffnen. Stammst du aus einem Staat außerhalb der EU, wird das Unterfangen schwieriger. Dieser Teil unserer Ratgeberserie verrät dir, wie du als Nicht-EU-Ausländer leicht ein Geschäftskonto eröffnen kannst.

Als Nicht-EU-Bürger ein Geschäftskonto bei einer Direktbank eröffnen

Bei einer Direktbank sind die Karten für ein Geschäftskonto deutlich besser.

Der Clou dabei: Bei den Basisvarianten von Anbietern wie Holvi, Penta, Fidor oder FYRST handelt es sich um ein kostenloses Geschäftskonto. Das hat den Hintergrund, dass diese Anbieter in der Regel nur Konten auf Guthabenbasis anbieten. Das bedeutet, es kann immer nur über den Betrag verfügt werden, der sich tatsächlich auf dem Business Konto befindet (Ausnahme ist die Fidor Bank, hier ist ein Dispokredit bei ausreichender Bonität möglich).

Die Direktbanken gehen kein Risiko ein, der bei einem Dispokredit oder dem Einsatz einer regulären Kreditkarte entsteht. Denn auch die ausgehändigten Kreditkarten funktionieren ausschließlich auf Guthabenbasis. Je nach Bank fallen für die Kreditkarte Jahresgebühren an.

Diese Direktbanken ermöglichen eine problemlose Eröffnung eines Geschäftskontos für Nicht-EU-Ausländer:

AnbieterGrundpreis
pro Monat
AnmerkungMehr Infos
Penta Logo
Penta
ab 0,00 €Das einstige Start-Up Penta bietet ein kostenloses Basiskonto für alle Unternehmensformen, jedcoh nicht für Freiberufler.
Holvi Logo
Holvi
ab 0,00 €Der finnische Anbieter Holvi ist seit kurzem auch in Deutschland aktiv und bietet ein Geschäftskonto für Freiberufler, Selbständige und die gängigen Unternehmensformen an.
N26 Logo
N26 Business
ab 0,00 €Bist du Einzelunternehmer oder Freiberufler, ist das Geschäftskonto von N26 eine Option für dich.
Fidor Bank Logo
Fidor Geschäftskonto
0,00 €Bei der Fidor Bank entfallen nicht nur sämtliche Kontoführungsgebühren, sondern auch Überweisungskosten. Für Unternehmen, Selbständige und Freiberufler.

Als Nicht-EU-Bürger ein Geschäftskonto bei einer Filialbank eröffnen

Wenn du nicht aus einem EU-Land kommst, hat grundsätzlich jede deutsche Bank das Recht, deinen Antrag, ein Geschäftskonto zu eröffnen ohne weitere Angaben von Gründen abzulehnen. Wer in einer Filiale mit allen Unterlagen vor dem Kundenberater sitzt, empfindet dieses Nein als sehr unangenehm.

Die Banken lassen sich leider dabei nicht in die Karten schauen, doch häufige Gründe, warum der Antrag in einer Filialbank abgelehnt wird, sind:

  • Du bist noch nicht lange genug in Deutschland und es fehlen Hintergrundinformationen zu deinen finanziellen Verhältnissen.
  • Es liegt ein befristeter Aufenthaltstitel vor. Manche Banken erlauben nur die Eröffnung eines geschäftlichen Bankkontos mit unbefristetem Aufenthaltstitel. Andere sind flexibler, verlangen jedoch, dass der Aufenthalt noch mindestens drei oder sechs Monate gültig ist.
  • Vereinzelt lehnen es Banken auch ab, ein Business Konto zu eröffnen, wenn die Deutschkenntnisse nicht ausreichend sind. Hintergrund: Die AGB sind auf Deutsch und die sollte ein Kontoinhaber verstehen.

Grundsätzlich gilt: Je länger sich ein Ausländer, der aus einem Nicht-EU-Land kommt, in Deutschland aufhält, desto größer sind die Chancen auf ein Geschäftsgirokonto bei einer Filialbank.

Checkliste: So eröffnest du als Nicht-EU-Ausländer ein Firmenkonto bei einer Direktbank

Um als Non-EU-Ausländer ein Geschäftskonto bei einer Direktbank zu eröffnen, gehst du wie folgt vor:

  • Wähle aus dem Geschäftskonto Vergleich eine Bank aus.
  • Fülle das Online-Formular aus.
  • Legitimiere deine Identität per Videoident- oder Postident-Verfahren. Halte hierzu deinen Reisepass und ggf. deine Meldebescheinigung bereit.
  • Warte auf die Freischaltung, die binnen weniger Stunden (beim VideoIdent) geschieht.
  • Lade die für deine Unternehmensform benötigten Dokumente hoch.
  • Nutze dein Geschäftskonto nach der kompletten Freischaltung.

Sind deine deutschen Sprachkenntnisse nicht ausreichend, kannst du den Service von Penta, Holvi oder N26 auch auf Englisch nutzen.

Ohne Wohnsitz in Deutschland ein Geschäftskonto eröffnen

Die meisten Banken verlangen, dass Unternehmenssitz und Hauptwohnsitz in Deutschland sind. Zur Eröffnung ist ein Wohnsitz in der EU, unabhängig von der Nationalität, ausreichend. Befindet sich der Wohnsitz außerhalb der EU, wird es schwierig bis unmöglich, ein Geschäftskonto als Nicht-EU-Ausländer in Deutschland zu eröffnen.

Zusammenfassung

Wie sich bei unserer Recherche herausgestellt hat, sind die Angebote der Direktbanken ideal für Nicht-EU-Bürger mit begrenztem Aufenthaltstitel. Bei einem unbegrenzten Aufenthaltstitel können auch die Geschäftskonten der Filialbanken je nach Unternehmensform eine Alternative sein.

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