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Welche Unternehmensform ist für mein Unternehmen am besten? Diese Frage bewegt viele Gründer und Unternehmer. Die richtige Wahl der Rechtsform ist essenziell, um eine Geschäftsidee effektiv in die Tat umzusetzen.

Die Auswahl der passenden Rechtsform hängt von verschiedenen Faktoren ab: Welche Branche wird bedient? Wird allein oder mit Partnern gegründet? Wie hoch ist das verfügbare Kapital? Und nicht zuletzt müssen auch steuerliche Aspekte berücksichtigt werden.

In Deutschland gibt es diverse Unternehmensformen. Im Folgenden geben wir einen Überblick über diese Rechtsformen, klären auf, was bei der Gründung zu beachten ist und geben Tipps zur Wahl des optimalen Geschäftskontos für dein Unternehmen.

Unternehmensformen in Deutschland: Ein kurzer Überblick

  • In Deutschland werden Unternehmen primär in drei Hauptkategorien eingeteilt: Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften.

  • Einzelunternehmen sind in Deutschland weitverbreitet. Zu ihnen zählen verschiedene Berufsgruppen, wie Freiberufler, Selbstständige, Einzelkaufleute und Kleingewerbetreibende.

  • Zu den Personengesellschaften gehören unter anderem die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), KG (Kommanditgesellschaft) und OHG (Offene Handelsgesellschaft).

  • Bei Kapitalgesellschaften, zu denen GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung), UG (Unternehmergesellschaft) und AG (Aktiengesellschaft) gehören, steht das Kapital im Vordergrund. Die Limited, ursprünglich aus Großbritannien, findet ebenfalls Anwendung.

  • Die Haftung spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Unternehmensform. Insbesondere bei den Personengesellschaften haften die Gesellschafter nicht nur mit ihrem Geschäftsvermögen, sondern auch mit ihrem Privatvermögen.

  • Einige Unternehmensformen, wie die OHG oder KG, erfordern zwingend mehrere Gründungsmitglieder. Dies dient dem Schutz der Gesellschaft und ihrer Gläubiger.

  • Die Wahl der richtigen Unternehmensform ist entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Daher ist es ratsam, sich vor der Gründung ausführlich beraten zu lassen, um mögliche Risiken zu minimieren.

  • Digitalbanken und Fintechs revolutionieren den Bankensektor. Sie bieten oftmals kostenfreie Geschäftskonten an, die sich in Funktionalität und Service für verschiedene Unternehmensformen eignen.

Welche Unternehmensformen gibt es in Deutschland?

I. Einzelunternehmen

Einzelunternehmen

Das Einzelunternehmen stellt in Deutschland die einfachste und direkteste Form der Unternehmensgründung dar. Es ist gekennzeichnet durch die Alleinstellung einer Person, die sowohl die Geschäftsverantwortung als auch die Haftung trägt.

Ohne komplexe Gründungsverfahren oder hohe Anfangskosten bietet es eine unmittelbare Möglichkeit, eine Geschäftsidee in die Tat umzusetzen. Dennoch sollten potenzielle Gründer die Vor- und Nachteile, insbesondere in Bezug auf die Haftung, sorgfältig abwägen.

Obwohl es zahlreiche Vorteile bietet, wie Flexibilität und direkte Entscheidungsfähigkeit, kommt es auch mit Herausforderungen. Die persönliche Haftung und mögliche Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung können Hürden darstellen.

Einzelunternehmen auf einen Blick

Charakteristik

Es handelt sich um ein Ein-Personen-Geschäft, bei dem ein Unternehmer seine Geschäftsidee eigenständig realisiert.

Wer gehört dazu?

Die Gruppe der Einzelunternehmer umfasst Freiberufler, Kleinunternehmer, Einzelkaufleute und Gewerbetreibende. Der Hauptunterschied liegt in den spezifischen Anforderungen zur Gründung und der Art ihrer Geschäftstätigkeit.

Zahl der Gründer

Ein Einzelunternehmen kann nur von einer einzigen Person gegründet werden.

Stammkapital

Für die Gründung eines Einzelunternehmens ist kein spezifisches Stammkapital erforderlich.

Haftung

Ein wesentlicher Nachteil für Einzelunternehmer ist die unbeschränkte Haftung. Sie haften im Falle von Schulden nicht nur mit ihrem Geschäfts-, sondern auch mit ihrem Privatvermögen.

Anmeldeprozess

Für Freiberufler reicht eine Information an das Finanzamt. Gewerbetreibende benötigen zudem einen Gewerbeschein, den sie bei ihrer örtlichen Gemeindeverwaltung beantragen.

Eintragung ins Handelsregister

Einzelkaufleute haben die Möglichkeit, sich im Handelsregister als e.K., eingetragener Kaufmann oder eingetragene Kauffrau, eintragen zu lassen. Diese Eintragung erlaubt es ihnen, eine Firma zu führen und gibt ihnen Flexibilität bei der Wahl des Firmennamens.

Vorteile

Einzelunternehmen überzeugen durch einen vereinfachten Gründungsprozess und geringere Kosten. Sie benötigen keine komplexen Gesellschafterverträge, wodurch oft ein Besuch beim Notar entfällt.

Risiken

Abgesehen von der bereits erwähnten unbeschränkten Haftung, könnten Einzelunternehmer auch Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung oder der Geschäftserweiterung erleben. Die direkte Abhängigkeit von einer Person kann zudem zu einer größeren Verwundbarkeit in Krisensituationen führen.

Das passende Geschäftskonto für Einzelunternehmer

Für Einzelunternehmer ist es in der heutigen digitalisierten Geschäftswelt essenziell, ein zuverlässiges und effizientes Geschäftskonto zu besitzen. Mehrere Digitalbanken und Fintechs haben dies erkannt und bieten spezielle Konten, die auf die Bedürfnisse dieser Unternehmergruppe zugeschnitten sind. FINOM und FYRST sind etwa Anbieter, die mit kostenlosen Geschäftskonten und speziellen Business-Features punkten. N26 überzeugt durch seine Benutzerfreundlichkeit und effizienten Buchungssysteme. Qonto und Kontist legen ihren Fokus besonders auf Freiberufler und Selbstständige und bieten maßgeschneiderte Tools für diese Zielgruppe. Wichtig zu erwähnen ist auch bunq, das durch seine innovative Herangehensweise und Nachhaltigkeitsaspekte viele Einzelunternehmer anspricht.

Hinweis: Besonders die Kosten für Bargeldtransaktionen sollten nicht außer Acht gelassen werden. Wenn du regelmäßig Bargeldeinzahlungen tätigst oder oft Bargeld abhebst, könnte es sinnvoll sein, auch traditionelle Filialbanken wie die Postbank und Commerzbank in deine Überlegungen einzubeziehen. Diese bieten oft vorteilhaftere Konditionen für derartige Transaktionen.

II. Personengesellschaften

Personengesellschaften zählen zu den gängigen Unternehmensformen in Deutschland und stehen im Kontrast zu Kapitalgesellschaften.

Hierbei liegt der Fokus auf der persönlichen Zusammenarbeit der Gesellschafter, die gemeinsam ein Handelsgewerbe betreiben. Sie zeichnen sich durch eine enge Bindung und direkte Verantwortung der Partner aus und sind oft von der individuellen Expertise und dem Engagement der Beteiligten geprägt.

Innerhalb der Personengesellschaften gibt es unterschiedliche Ausprägungen, die je nach Geschäftsmodell und Zielsetzung ihre Vorteile bieten.

GbR – Gesellschaft bürgerlichen Rechts

GbR

Die GbR, oder Gesellschaft bürgerlichen Rechts, stellt eine der grundlegendsten Gesellschaftsformen im deutschen Recht dar. Charakterisiert durch die gemeinsame Zweckverfolgung von mindestens zwei Personen, bietet sie eine flexible und unkomplizierte Möglichkeit, ein gemeinsames Vorhaben – sei es wirtschaftlicher oder nicht wirtschaftlicher Natur – zu realisieren.

Ohne ein vorgeschriebenes Mindestkapital oder aufwendige Gründungsformalitäten ist sie besonders für kleinere Projekte oder den Beginn gemeinsamer unternehmerischer Tätigkeiten beliebt.

Trotz ihrer Einfachheit sollte die Wahl einer GbR gut überlegt sein. Die Haftungsfrage, insbesondere die persönliche Haftung jedes Gesellschafters, ist ein zentrales Element, das Berücksichtigung finden muss. Weiterhin ist eine klare Vereinbarung zwischen den Partnern über Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten essenziell, um zukünftige Missverständnisse oder Konflikte zu vermeiden.

Auch wenn ein schriftlicher Vertrag nicht zwingend erforderlich ist, wird er dringend empfohlen, um die Grundlage der Zusammenarbeit zu klären.

GbR auf einen Blick

Charakteristik

Die GbR ist eine einfache Gesellschaftsform, bei der mehrere Personen gemeinsam ein Vorhaben verfolgen, ohne ein Handelsgewerbe zu betreiben.

Wer gehört dazu?

Zur GbR können sowohl natürliche als auch juristische Personen gehören, die einen gemeinsamen Zweck verfolgen wollen.

Zahl der Gründer

Mindestens zwei Personen sind erforderlich, um eine GbR zu gründen.

Stammkapital

Ein festgelegtes Stammkapital ist für die Gründung einer GbR nicht erforderlich.

Haftung

Alle Gesellschafter haften persönlich und unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen.

Anmeldeprozess

Eine einfache schriftliche oder mündliche Vereinbarung genügt. Gewerbliche GbRs müssen ein Gewerbe anmelden.

Eintragung ins Handelsregister

Eine Eintragung in das Handelsregister ist für die GbR in der Regel nicht vorgesehen, kann aber freiwillig erfolgen.

Vorteile

Die GbR ist flexibel, unkompliziert und erfordert keine großen Gründungsformalitäten oder Kapitaleinlagen.

Risiken

Die unbeschränkte Haftung der Gesellschafter und das Fehlen fester rechtlicher Strukturen können zu Komplikationen führen.

Das passende Geschäftskonto für eine GbR

Für GbRs ist die Wahl des passenden Geschäftskontos entscheidend. Fintechs wie FYRST, FINOM und Qonto bieten moderne, digitale Lösungen, während bunq mit individuellen Features punktet. Traditionelle Banken wie Commerzbank, Postbank und Deutsche Bank überzeugen mit Filialnetz und persönlicher Beratung. Die Entscheidung hängt von den spezifischen Bedürfnissen der GbR ab und sollte Kosten, Services und Erreichbarkeit berücksichtigen.

OHG – Offene Handelsgesellschaft

OHG

Die OHG, kurz für Offene Handelsgesellschaft, repräsentiert eine der traditionellen Personengesellschaften im deutschen Handelsrecht. Charakterisiert durch mindestens zwei Gesellschafter, die gemeinsam ein Handelsgewerbe betreiben, steht bei der OHG die persönliche Zusammenarbeit im Vordergrund.

Im Unterschied zu anderen Gesellschaftsformen haften alle Gesellschafter unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen.

Während sie sich durch eine relativ einfache Gründung auszeichnet, bringt sie spezielle rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen mit sich, die bei der Entscheidung für diese Unternehmensform berücksichtigt werden sollten.

OHG auf einen Blick

Charakteristik

Die OHG ist eine Personengesellschaft, bei der mindestens zwei Gesellschafter gemeinsam ein Handelsgewerbe unter eigenem Namen betreiben.

Wer gehört dazu?

Zur OHG können sowohl natürliche Personen als auch juristische Personen gehören, vorausgesetzt sie verfolgen gemeinsame gewerbliche Ziele.

Zahl der Gründer

Für die Gründung einer OHG sind mindestens zwei Personen erforderlich.

Stammkapital

Ein festgelegtes Mindeststammkapital ist für die Gründung einer OHG nicht vorgeschrieben.

Haftung

Bei der OHG haften alle Gesellschafter unbeschränkt, also auch mit ihrem Privatvermögen, für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft.

Anmeldeprozess

Die Gründung einer OHG erfolgt durch einen Gesellschaftsvertrag, der mündlich, schriftlich oder notariell abgeschlossen werden kann.

Eintragung ins Handelsregister

Die OHG muss zwingend ins Handelsregister eingetragen werden. Mit der Eintragung entsteht sie rechtlich.

Vorteile

Die OHG zeichnet sich durch eine flexible Unternehmensstruktur, einfache Gründung und klare interne Verantwortlichkeiten aus.

Risiken

Ein wesentliches Risiko ist die unbeschränkte Haftung der Gesellschafter, was bedeutet, dass sie mit ihrem gesamten Vermögen haften können.

Das perfekte Geschäftskonto für deine OHG: Anforderungen und Empfehlungen

Wenn du eine OHG gründen oder bereits gegründet hast, benötigst du ein leistungsstarkes Geschäftskonto, das den speziellen Anforderungen und Bedürfnissen dieses Unternehmensmodells gerecht wird.

Meine Empfehlung ist ein Geschäftskonto, das:

  • Transparente Kostenstruktur bietet: Damit du stets den Überblick über anfallende Gebühren hast.

  • Mehrere Zugänge ermöglicht: Da bei einer OHG mehrere Gesellschafter beteiligt sind, solltest du ein Konto wählen, das mehreren Nutzern den Zugriff ermöglicht.

  • Digitale Tools und Schnittstellen zur Buchhaltung und Finanzverwaltung bietet: Dies erleichtert die Finanzverwaltung und sorgt für Effizienz im Geschäftsalltag.

  • Schnelle Transaktionen und die Möglichkeit zur Einrichtung von Daueraufträgen und Lastschriften gewährleistet.

  • Einen guten Kundenservice hat, idealerweise mit einem Ansprechpartner, der sich mit den Besonderheiten von Handelsgesellschaften auskennt.

Das passende Geschäftskonto für eine OHG

Für eine Offene Handelsgesellschaft (OHG) ist die richtige Wahl des Geschäftskontos entscheidend. Verschiedene Anbieter bieten spezielle Kontenmodelle, die auf die Bedürfnisse von OHGs zugeschnitten sind. Die Fintechs FINOM, FYRST und Qonto punkten durch digitale Innovation, schnelle Abwicklungen und oft transparente Gebührenstrukturen. Dies kann gerade für moderne, digital ausgerichtete OHGs von Interesse sein. Traditionelle Banken wie die Commerzbank, Deutsche Bank und Postbank bringen ihre langjährige Erfahrung in der Betreuung von Handelsgesellschaften ein und können durch ihr Filialnetz, individuelle Beratungsangebote und spezielle Business-Services überzeugen.

KG – Kommanditgesellschaft

Die KG, bekannt als Kommanditgesellschaft, stellt eine besondere Form der Personengesellschaft dar. Sie kombiniert Elemente der OHG mit dem Prinzip der beschränkten Haftung.

Typisch für die KG sind zwei Arten von Gesellschaftern: der Komplementär, der unbeschränkt haftet und in der Regel die Geschäfte führt, sowie der Kommanditist, dessen Haftung auf die Höhe seiner Einlage beschränkt ist. Diese Mischung macht die KG zu einer attraktiven Wahl für Unternehmer, die Investoren mit beschränkter Haftung anziehen möchten, während sie den operativen Betrieb beibehalten.

KG auf einen Blick

Charakteristik

Die KG ist eine Personengesellschaft, bei der mindestens ein Gesellschafter (Komplementär) unbeschränkt und mindestens ein weiterer Gesellschafter (Kommanditist) beschränkt haftet.

Wer gehört dazu?

Zur KG gehören Komplementäre, die unbeschränkt haften, und Kommanditisten mit beschränkter Haftung.

Zahl der Gründer

Mindestens zwei Personen sind erforderlich: ein Komplementär und ein Kommanditist.

Stammkapital

Ein festgelegtes Stammkapital ist nicht vorgeschrieben, jedoch muss die Einlage des Kommanditisten festgelegt werden.

Haftung

Komplementäre haften unbeschränkt mit ihrem gesamten Vermögen, während Kommanditisten nur bis zur Höhe ihrer Einlage haften.

Anmeldeprozess

Die Gründung erfolgt durch einen Gesellschaftsvertrag, der schriftlich festgehalten wird.

Eintragung ins Handelsregister

Die KG muss ins Handelsregister eingetragen werden. Die Eintragung ist konstitutiv für ihre Entstehung.

Vorteile

Die KG ermöglicht die Kombination von unbeschränkter Geschäftsführung und beschränkter Haftung und bietet damit Investorenschutz.

Risiken

Das Risiko einer unbeschränkten Haftung für Komplementäre und die mögliche Intransparenz in der Geschäftsführung können Herausforderungen darstellen.

Das passende Geschäftskonto für eine KG

Für eine Kommanditgesellschaft (KG) ist die richtige Wahl des Geschäftskontos zentral. Verschiedene Banken und Fintechs offerieren maßgeschneiderte Angebote für KGs. FINOM, FYRST und Qonto repräsentieren die moderne Bankenwelt und begeistern mit digitalen Schnittstellen, innovativen Buchhaltungstools und oftmals transparenten Gebührenstrukturen, die sich insbesondere für digital affine KGs eignen. bunq sticht besonders durch seine Nutzerorientiertheit und sein Engagement für Nachhaltigkeit hervor, was gerade für zukunftsorientierte KGs attraktiv sein kann. Traditionelle Bankhäuser wie die Commerzbank, Postbank und Deutsche Bank bieten mit ihrer langjährigen Erfahrung umfangreiche Beratungsleistungen, ein breites Filialnetz und oft maßgeschneiderte Angebote für Handelsgesellschaften wie die KG.

Gut zu wissen: Die Kommanditgesellschaft (KG) bietet verschiedene Vorteile. Ein Mindeststammkapital ist für die Gründung nicht vorgeschrieben. Dennoch genießt sie, insbesondere wegen ihrer klaren Rollenverteilung zwischen Komplementär und Kommanditist, bei Banken ein hohes Ansehen. Zudem wird diese Unternehmensform häufig von Familienbetrieben bevorzugt, da sie eine Kombination aus operativem Management und kapitalgebundenem Engagement ermöglicht.

III. Kapitalgesellschaften

Kapitalgesellschaften gehören zu den gängigsten Unternehmensformen in Deutschland. Im Unterschied zu Personengesellschaften steht hier nicht die persönliche Beteiligung der Gesellschafter, sondern das bereitgestellte Kapital im Vordergrund.

Sie bieten den Vorteil der Haftungsbeschränkung und sind besonders bei größeren Vorhaben oder bei der Einbindung von Investoren beliebt. Zu den bekanntesten Formen zählen die GmbH, die AG und die UG.

GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Die GmbH, kurz für Gesellschaft mit beschränkter Haftung, ist eine der verbreitetsten Unternehmensformen in Deutschland. Als Kapitalgesellschaft kombiniert sie die Vorteile einer klaren Struktur mit der Begrenzung der Haftung auf das Gesellschaftsvermögen, was sie besonders für mittlere bis größere Geschäftsvorhaben attraktiv macht.

Dieses Rechtskonstrukt wurde geschaffen, um Unternehmern eine Form zu bieten, in der sie ihre Geschäftsideen realisieren können, ohne dabei ihr gesamtes Privatvermögen zu riskieren. Gleichzeitig fordert die GmbH eine gewisse finanzielle Grundlage in Form des Stammkapitals, was die Seriosität und finanzielle Stabilität des Unternehmens unterstreicht.

Ihr flexibles Gestaltungs- und Organisationspotential sowie ihre klare Trennung zwischen Geschäfts- und Privatvermögen machen die GmbH zu einer der ersten Wahlmöglichkeiten für viele Unternehmer.

GmbH auf einen Blick

Charakteristik

Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft, bei der die Haftung der Gesellschafter auf ihre Geschäftsanteile beschränkt und nicht mit dem Privatvermögen verknüpft ist.

Wer gehört dazu?

Zu einer GmbH gehören die Gesellschafter, die Anteile am Stammkapital halten, und die Geschäftsführung, die die laufenden Geschäfte leitet.

Zahl der Gründer

Eine GmbH kann bereits von einer einzelnen Person gegründet werden.

Stammkapital

Ein Mindeststammkapital von 25.000 € ist für die Gründung erforderlich.

Haftung

Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt, das Privatvermögen der Gesellschafter bleibt in der Regel geschützt.

Anmeldeprozess

Die Gründung erfordert einen notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrag und verschiedene weitere Gründungsschritte.

Eintragung ins Handelsregister

Die GmbH muss ins Handelsregister eingetragen werden, erst dann erhält sie ihre Rechtsfähigkeit.

Vorteile

Die GmbH bietet Haftungsbeschränkung, Flexibilität in der Unternehmensgestaltung und wird als seriös und etabliert wahrgenommen.

Risiken

Die Gründung ist mit Kosten und bürokratischem Aufwand verbunden. Zudem besteht eine Pflicht zur doppelten Buchführung und regelmäßigen Bilanzerstellung.

Das passende Geschäftskonto für eine GmbH

Eine GmbH benötigt ein leistungsstarkes Geschäftskonto. Während FINOM, FYRST und Qonto mit digitalen Plattformen punkten, bietet bunq innovative Funktionen für modernes Banking. Traditionelle Institute wie Commerzbank, Postbank und Deutsche Bank überzeugen durch maßgeschneiderte Angebote und langjährige Erfahrung. Bei der Wahl des passenden GmbH-Kontos sollten sowohl Kosten als auch zusätzliche Services berücksichtigt werden, um die Anforderungen der GmbH optimal zu erfüllen.

UG – Unternehmensgesellschaft (haftungsbeschränkt)

Die Unternehmensgesellschaft (haftungsbeschränkt), kurz UG, ist eine Variante der GmbH, die sich insbesondere durch ein geringeres Mindeststammkapital auszeichnet. Sie wurde eingeführt, um Gründern eine kostengünstigere Alternative zur klassischen GmbH zu bieten, wobei trotzdem die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt bleibt.

Sie ist hauptsächlich bei Start-ups und jungen Unternehmen beliebt, die eine haftungsbeschränkte Unternehmensform suchen, ohne ein hohes Startkapital aufbringen zu müssen.

UG auf einen Blick

Charakteristik

Die UG ist eine Sonderform der GmbH mit geringerem Mindeststammkapital und bietet eine Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen.

Wer gehört dazu?

Zur UG gehören die Gesellschafter, die Geschäftsanteile besitzen, sowie die Geschäftsführung, die das Unternehmen leitet.

Zahl der Gründer

Bereits eine einzelne Person kann eine UG gründen.

Stammkapital

Das Mindeststammkapital beträgt lediglich 1 Euro, aber höhere Beträge sind ebenso möglich.

Haftung

Die Haftung ist, ähnlich wie bei der GmbH, auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt.

Anmeldeprozess

Ein notariell beurkundeter Gesellschaftsvertrag ist erforderlich, gefolgt von weiteren Gründungsschritten.

Eintragung ins Handelsregister

Die UG muss ins Handelsregister eingetragen werden, um Rechtsfähigkeit zu erlangen.

Vorteile

Geringes Gründungskapital, Haftungsbeschränkung und Flexibilität in der Unternehmensstruktur sind klare Vorteile der UG.

Risiken

Die Pflicht zur Rücklagenbildung (25% des Jahresüberschusses) bis das Stammkapital der GmbH erreicht ist, kann das Wachstum limitieren.

Gut zu wissen: Sobald in der UG Rücklagen von 25.000 € gebildet sind, besteht die Möglichkeit, die UG formwechselnd in eine GmbH umzuwandeln.

Das passende Geschäftskonto für eine UG

Für eine Unternehmensgesellschaft (UG) ist die Wahl des richtigen Geschäftskontos entscheidend. In der dynamischen Finanzlandschaft bieten sowohl Fintechs als auch traditionelle Banken maßgeschneiderte Lösungen. FINOM, FYRST und Qonto bieten digitale Plattformen, die besonders durch intuitive Bedienung und transparente Kostengestaltung überzeugen. Doch auch etablierte Bankhäuser wie Commerzbank, Postbank und Deutsche Bank haben spezifische Geschäftskonto-Angebote, die sich durch umfassende Serviceleistungen und Expertise auszeichnen.

Hinweis: Bevor du dich für eine Bank entscheidest, solltest du alle anfallenden Kontogebühren genau gegenüberstellen. Ein kostenfreies Geschäftskonto ist nicht immer die wirtschaftlichste Option.

AG – Aktiengesellschaft

Die Aktiengesellschaft (AG) ist eine der bekanntesten Unternehmensformen, bei der das Grundkapital in Aktien zerlegt ist.

Als Kapitalgesellschaft ermöglicht sie eine breite Streuung von Eigentumsanteilen und eignet sich insbesondere für große Unternehmen und solche, die an der Börse gelistet werden oder dies anstreben. Sie steht für Transparenz, Professionalität und hat klare Strukturen in Bezug auf Management und Verantwortlichkeiten.

AG auf einen Blick

Charakteristik

Die AG ist eine Kapitalgesellschaft, bei der das Kapital in Aktien aufgeteilt ist und die Möglichkeit besteht, an der Börse gelistet zu werden.

Wer gehört dazu?

Aktionäre besitzen Anteile an der AG. Zudem gibt es Organe wie den Vorstand, den Aufsichtsrat und die Hauptversammlung.

Zahl der Gründer

Mindestens eine Person kann eine AG gründen.

Stammkapital

Ein Mindestkapital von 50.000 Euro ist für die Gründung einer AG erforderlich.

Haftung

Die Haftung beschränkt sich auf das Gesellschaftsvermögen. Aktionäre haften nur bis zur Höhe ihrer Einlage.

Anmeldeprozess

Die Gründung erfordert einen notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrag und weitere formelle Schritte.

Eintragung ins Handelsregister

Die AG muss ins Handelsregister eingetragen werden, um Rechtsfähigkeit zu erlangen.

Vorteile

Möglichkeit der Börsennotierung, breite Streuung des Kapitals und klare Organstruktur sind wesentliche Vorteile einer AG.

Risiken

Hoher bürokratischer Aufwand, Kosten der Gründung und strengere Offenlegungspflichten können als Nachteile angesehen werden.

Das passende Geschäftskonto für eine AG

Für Aktiengesellschaften ist ein zuverlässiges und umfangreiches Geschäftskonto essenziell, das den besonderen Anforderungen dieser Unternehmensform gerecht wird. Fintechs wie FINOM, FYRST, Qonto und bunq bieten moderne, digitale Lösungen mit einer Vielzahl an Funktionen, die für eine AG relevant sein können. Die traditionellen Bankhäuser Deutsche Bank, Commerzbank und Postbank punkten mit ihrer langjährigen Erfahrung, einem weitreichenden Serviceangebot und speziellen Geschäftskontomodellen, die auf die Bedürfnisse von Aktiengesellschaften zugeschnitten sind.

Ltd. – Limited by Shares

Die Limited by Shares, häufig nur als „Limited“ oder „Ltd.“ bezeichnet, ist eine britische Unternehmensform. Sie ähnelt in vielerlei Hinsicht der deutschen GmbH, wobei die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist. Trotz ihrer Herkunft aus dem Vereinigten Königreich wird sie auch in anderen Ländern, einschließlich Deutschland, als alternative Rechtsform genutzt.

Durch ihre relative Einfachheit und Flexibilität in der Gründung und Führung hat die Ltd. in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen. Insbesondere für Unternehmer, die international agieren möchten oder einen schnellen Markteintritt in Großbritannien planen, kann diese Rechtsform Vorteile bieten.

Dennoch sollte man die steuerlichen und rechtlichen Implikationen, speziell nach dem Brexit, genau betrachten und ggf. fachliche Beratung in Anspruch nehmen.

Gut zu wissen: Wenn du international tätig werden möchtest, kann eine Ltd. eine passende Rechtsform sein. Allerdings gibt es diverse Unterformen der Ltd., daher ist eine umfassende Beratung vor der Gründung fundamental.

Ltd. auf einen Blick

Charakteristik

Die Ltd. ist eine britische Kapitalgesellschaft, die der deutschen GmbH in vielen Aspekten ähnlich ist, aber im internationalen Kontext flexibel einsetzbar ist.

Wer gehört dazu?

Zur Ltd. gehören die Gesellschafter, die als „Shareholders“ bezeichnet werden, und die Geschäftsführung, bekannt als „Directors“.

Zahl der Gründer

Eine Ltd. kann bereits von einer Einzelperson gegründet werden.

Stammkapital

Es gibt kein vorgeschriebenes Mindeststammkapital, allerdings muss mindestens ein Anteil ausgegeben werden.

Haftung

Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt, wobei die Shareholders nur bis zur Höhe ihrer Anteile haften.

Anmeldeprozess

Die Gründung erfolgt durch Einreichung entsprechender Dokumente beim britischen Unternehmensregister („Companies House“).

Eintragung ins Handelsregister

Eine Ltd. muss im britischen Handelsregister eingetragen werden. Für Tätigkeiten in Deutschland kann zusätzlich eine Eintragung erforderlich sein.

Vorteile

Flexibilität in der Gründung, internationale Anerkennung und keine festgelegten Kapitalanforderungen sind klare Vorteile einer Ltd.

Risiken

Steuerliche und rechtliche Komplexität, insbesondere bei Aktivitäten außerhalb Großbritanniens, sowie Unsicherheiten infolge des Brexit.

Das passende Geschäftskonto für eine Ltd.

Für eine Ltd., die im internationalen Geschäftsumfeld agiert, ist ein flexibles Geschäftskonto unerlässlich. Qonto und bunq bieten moderne digitale Plattformen, die speziell für grenzüberschreitende Tätigkeiten optimiert sind. VIABUY punktet mit einer einfachen Kontoeröffnung und attraktiven Konditionen für Unternehmen. Das traditionelle Angebot der Postbank überzeugt durch maßgeschneiderte Lösungen und bewährte Zuverlässigkeit. Je nach Geschäftsmodell und -aktivität lohnt sich ein genauer Vergleich, um die beste Wahl für die eigene Ltd. zu treffen.

Video: Alle Unternehmensformen einfach erklärt

Quelle: sevDesk YouTube-Kanal, https://www.youtube.com/watch?v=Rr7uzPvBxEY

Fazit

Deutschland bietet eine Vielzahl von Unternehmensformen, von denen jede ihre eigenen Vorzüge und Herausforderungen mitbringt. Die Entscheidung für die passende Form hängt von finanziellen, haftungsrechtlichen und organisatorischen Überlegungen ab. Es ist essenziell, diese Wahl bewusst zu treffen, da sie maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb, die Haftungsstrukturen und steuerliche Aspekte hat.

Zudem spielt die Flexibilität und das Wachstumspotenzial einer Unternehmung eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der geeigneten Unternehmensform. Einzelunternehmer und kleinere Gesellschaften profitieren oft von geringeren bürokratischen Anforderungen, während größere Kapitalgesellschaften bessere Möglichkeiten für Investitionen und Expansion bieten.

Die richtige Balance zwischen Haftungsrisiko, Kapitalbedarf und organisatorischer Flexibilität zu finden, ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Unternehmensgründung und -führung in Deutschland.

Ein passendes Geschäftskonto ist für jedes Unternehmen in Deutschland unerlässlich. Es dient nicht nur der Abwicklung des Zahlungsverkehrs, sondern unterstützt auch in der Buchhaltung und Finanzplanung.

Abhängig von der Unternehmensform und den spezifischen Anforderungen sollten Gründer zwischen traditionellen Banken und modernen Fintech-Angeboten wählen. Während traditionelle Banken oft ein breites Filialnetz und persönliche Beratung anbieten, punkten digitale Anbieter mit innovativen Tools, transparenten Gebührenstrukturen und hoher Flexibilität.

FAQ

Welche Unternehmensformen gibt es in Deutschland?
Welche Rechtsformen gehören zu den Personengesellschaften?
Welche Rechtsformen sind Kapitalgesellschaften?
Welche Unternehmensformen müssen ins Handelsregister eingetragen werden?
Welche Unternehmensform habe ich als Freelancer?
Welche Geschäftsformen eignen sich für Gründer und Startups?
Welche Geschäftsformen eignen sich für Einzelpersonen?
Welche Rechtsform ist die beste für Selbstständige?
Welche Unternehmensformen bedingen die unbeschränkte Haftung der Gesellschafter/Inhaber?
Kann ich meine Unternehmensform wechseln?
Welche Unternehmensform wähle ich, wenn ich kein Kapital für eine GmbH habe?
Ist die Unternehmensform automatisch die Rechtsform?
Welche Unternehmen müssen mit Privatvermögen haften?
Welches ist die häufigste Unternehmensform in Deutschland?

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Mit umfangreicher Erfahrung in Finance & Accounting biete ich zusammen mit unserem Redaktionsteam auf Geschaeftskonten24.net wertvolle Ratschläge und tiefgreifende Analysen zu verschiedenen Geschäftskonten, um anderen bei der Auswahl des optimalen Businesskontos zu helfen. Unser Ziel ist es, eine zuverlässige und informative Ressource für alle Geschäftskunden zu sein.

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