Planbarkeit, Zinssicherheit und Risikofreiheit machen Firmenfestgeld zu einer attraktiven Anlageoption für Unternehmen und Geschäftskunden. In Zeiten steigender Zinsen bietet es eine verlässliche Möglichkeit, Unternehmensvermögen effizient zu vermehren. Doch nicht jede Bank hat Business-Festgeld im Portfolio. Welche Anbieter lohnende Konditionen für sicheres Firmensparen bieten, erfährst du hier.
Das Wichtigste in Kürze
Firmenfestgeld bietet dir durch stabile Zinssätze Planungssicherheit über die gesamte Laufzeit.
Dein Kapital ist während der Laufzeit gebunden und steht dir nicht zur Verfügung, daher ist vorausschauende Planung wichtig.
Auch Einzelunternehmer können ein Firmenfestgeldkonto nutzen, prüfe die für dich passenden Optionen.
Nachzahlungen sind nicht möglich, überlege dir im Voraus die Höhe deines Anlagebetrags.
Eine vorzeitige Kündigung ist schwierig und nur in Ausnahmefällen mit Zustimmung der Bank möglich.
Firmenfestgeld Vergleich: 8 Firmenfestgeldkonten für Unternehmen (01/2026)
Festgeldzins p. a.
bis 2,00 %-
Geeignet für: Einzelunternehmer, Freiberufler, eingetr. Kaufmann, Partnergesellschaft, GbR, UG, KG, GmbH, GmbH & Co. KG, OHG, e. V., e.G., Stille Gesellschaft, Gesellschaft in Gründung
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Zinssatz: 3 Monate: 2,00 % Zinsen p. a.; 6 Monate: 1,64 % Zinsen p. a.; 12 Monate: 1,70 % Zinsen p. a.
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Laufzeit: 3 Monate, 6 Monate oder 12 Monate
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Anlagevolumen: 50.000 € – 5.000.000 €
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Zinsausschüttung: Zu Vertragsende
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Thesaurierung: Nein
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Besonderheiten: Vor Einzahlung muss das Geld 14 Tage außerhalb des Deutschen Bank Konzerns geführt werden.
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Geeignet für: Einzelunternehmer, Freiberufler, eingetr. Kaufmann, Partnergesellschaft, GbR, UG, KG, GmbH, GmbH & Co. KG, OHG, e. V., e.G., Stille Gesellschaft, Gesellschaft in Gründung
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Zinssatz: 3 Monate: 2,00 % Zinsen p. a.; 6 Monate: 1,64 % Zinsen p. a.; 12 Monate: 1,70 % Zinsen p. a.
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Laufzeit: 3 Monate, 6 Monate oder 12 Monate
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Anlagevolumen: 50.000 € – 5.000.000 €
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Zinsausschüttung: Zu Vertragsende
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Thesaurierung: Nein
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Besonderheiten: Vor Einzahlung muss das Geld 14 Tage außerhalb des Deutschen Bank Konzerns geführt werden.
Festgeldzins
Variabel-
Geeignet für: GmbH, GmbH & Co. KG, KG, OHG, UG
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Zinssatz: Auf Anfrage
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Laufzeit: 9, 12, 18, 24, 36, 48, 60 Monate
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Anlagevolumen: 10.000 € – 1.000.000 €
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Zinsausschüttung: Auf Wunsch zum Jahresende auf das GEFA TagesGeld Business-Konto
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Thesaurierung: Auf Wunsch zum Jahresende
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Geeignet für: GmbH, GmbH & Co. KG, KG, OHG, UG
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Zinssatz: Auf Anfrage
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Laufzeit: 9, 12, 18, 24, 36, 48, 60 Monate
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Anlagevolumen: 10.000 € – 1.000.000 €
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Zinsausschüttung: Auf Wunsch zum Jahresende auf das GEFA TagesGeld Business-Konto
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Thesaurierung: Auf Wunsch zum Jahresende
Festgeldzins
bis 3,60 %-
Geeignet für: Unternehmen und Vereine in öffentlichen Registern
-
Zinssatz: 3,00 – 3,60 %
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Laufzeit: 3 bis 36 Monate
-
Anlagevolumen: ab 5.000 €
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Zinsausschüttung: Zu Vertragsende
-
Thesaurierung: Nein
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Besonderheiten: Taggenaue Laufzeitbestimmung; Plus Konto Business als Voraussetzung
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Geeignet für: Unternehmen und Vereine in öffentlichen Registern
-
Zinssatz: 3,00 – 3,60 %
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Laufzeit: 3 bis 36 Monate
-
Anlagevolumen: ab 5.000 €
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Zinsausschüttung: Zu Vertragsende
-
Thesaurierung: Nein
-
Besonderheiten: Taggenaue Laufzeitbestimmung; Plus Konto Business als Voraussetzung
Festgeldzins
bis 2,90 %-
Geeignet für: Stiftungen, alle anderen Rechtsformen auf Anfrage
-
Zinsen: 1,5 – 2,9 %
-
Laufzeit: 6, 12, 24, 36, 48, 60, 72, 96, 120 Monate
-
Anlagevolumen: 20.000 € – 1.000.000 €
-
Zinsausschüttung: Jährlich aufs Tagesgeldkonto
-
Thesaurierung: Nein
-
Besonderheiten: Tagesgeldkonto bei der ProCredit als Voraussetzung; flexible Laufzeitverlängerung möglich
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Geeignet für: Stiftungen, alle anderen Rechtsformen auf Anfrage
-
Zinsen: 1,5 – 2,9 %
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Laufzeit: 6, 12, 24, 36, 48, 60, 72, 96, 120 Monate
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Anlagevolumen: 20.000 € – 1.000.000 €
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Zinsausschüttung: Jährlich aufs Tagesgeldkonto
-
Thesaurierung: Nein
-
Besonderheiten: Tagesgeldkonto bei der ProCredit als Voraussetzung; flexible Laufzeitverlängerung möglich
Festgeldzins
bis 3,00 %-
Geeignet für: Einzelunternehmen, PartG, GbR, GmbH, GmbH & Co. KG
-
Zinssatz: 0,10 – 3,00 %
-
Laufzeit: 1, 3, 6, 12, 24, 36, 48, 60, 72, 84, 96, 108, 120 Monate
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Anlagevolumen: 10.000 € – 5.000.000 €
-
Zinsausschüttung: Jährlich
-
Thesaurierung: Nein
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Besonderheiten: Für Neukunden ist eine Firmenfestgeld-Einlage aktuell leider nicht möglich.
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Geeignet für: Einzelunternehmen, PartG, GbR, GmbH, GmbH & Co. KG
-
Zinssatz: 0,10 – 3,00 %
-
Laufzeit: 1, 3, 6, 12, 24, 36, 48, 60, 72, 84, 96, 108, 120 Monate
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Anlagevolumen: 10.000 € – 5.000.000 €
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Zinsausschüttung: Jährlich
-
Thesaurierung: Nein
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Besonderheiten: Für Neukunden ist eine Firmenfestgeld-Einlage aktuell leider nicht möglich.
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Geeignet für: Auf Anfrage
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Zinssatz: Auf Anfrage
-
Laufzeit: 3 bis 10 Jahre
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Anlagevolumen: 500 € – 50.000 €
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Zinsausschüttung: Jährlich
-
Thesaurierung: Nein
-
Geeignet für: Auf Anfrage
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Zinssatz: Auf Anfrage
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Laufzeit: 3 bis 10 Jahre
-
Anlagevolumen: 500 € – 50.000 €
-
Zinsausschüttung: Jährlich
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Thesaurierung: Nein
-
Geeignet für: Auf Anfrage
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Zinssatz: Auf Anfrage
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Laufzeit: 1 – 12 Monate
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Anlagevolumen: 25.000 € – 5.000.000 €
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Zinsausschüttung: Zu Vertragsende
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Thesaurierung: Nein
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Geeignet für: Auf Anfrage
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Zinssatz: Auf Anfrage
-
Laufzeit: 1 – 12 Monate
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Anlagevolumen: 25.000 € – 5.000.000 €
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Zinsausschüttung: Zu Vertragsende
-
Thesaurierung: Nein
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Hinweis: Firmenfestgeld wird nur von ausgewählten Volksbanken und Raiffeisenbanken angeboten. Um mehr über die Verfügbarkeit und die spezifischen Bedingungen zu erfahren, solltest du direkt bei deiner lokalen VR-Bank anfragen.
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Hinweis: Firmenfestgeld wird nur von ausgewählten Volksbanken und Raiffeisenbanken angeboten. Um mehr über die Verfügbarkeit und die spezifischen Bedingungen zu erfahren, solltest du direkt bei deiner lokalen VR-Bank anfragen.
Hinweis nach § 18 Abs. 6 Zahlungskontengesetz: Bitte beachte, dass dieser Vergleich keinen kompletten Marktüberblick darstellt.
Was ist Firmenfestgeld?
Das Firmenfestgeld wird immer attraktiver. Dies liegt zum Großteil an den langsam steigenden Zinsen, aber auch an dem besonders einfachen und sicheren Anlagekonzept.
Genau genommen handelt es sich bei den Fest- oder Termingelder für Geschäftskunden und Kapitalanlagen, die vollständig durch die Bank gemanagt werden. Du legst eine vorher festgelegte Summe über einen definierten Zeitraum und zu einem festgelegten Zinssatz an. Das Bankinstitut kümmert sich um alles Weitere.
Festgelder bedienen gleich mehrere Anlagehorizonte. Zum einen können teils mehrere Millionen Euro zinssicher investiert werden, zum einen bieten die flexibel wählbaren Laufzeiten von einigen Monaten bis zu 10 Jahren sowohl für kurz, als auch für mittel- und langfristige Sparziele die passende Lösung.
Allerdings kann – im Gegensatz zum Firmentagesgeld und Firmendepot – über das angelegte Geld während der Laufzeit nicht verfügt werden. Es darf daher nur Unternehmenskapital angelegt werden, welches garantiert für einen längeren Zeitraum nicht benötigt wird.
Dies macht die Festgeldanlage aber mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit wieder wett. Die damit garantiert anfallende Rendite eignet sich hervorragend für zukünftige Investitionen etwa in neue IT-Systeme, Fahrzeuge oder Firmenerweiterungen.
Welche Laufzeiten gibt es?
Business Festgeldkonten dienen häufig der kurz– und mittelfristigen Geldanlagen für Firmenkunden. Je nach Bankhaus sind dabei kurze Laufzeiten von 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 12 Monaten oder längere Zeiträume von 2 bis 5 möglich.
Einige wenige Kreditinstitute bieten sogar bis zu 10 Jahre an, dies wird aber nur selten genutzt, da Wertpapiergeschäfte für diese Zeiträume wesentlich attraktiver sind. Zudem macht die langfristige Zinsbindung beim aktuell unsicheren Zins- und Finanzmarkt wenig Sinn.
Welche Kosten entstehen beim Festgeld für Unternehmen?
Die Kontoführung für ein Festgeldkonto für Geschäftskunden ist in aller Regel gebührenfrei. Als zusätzliches Konto zum bestehenden Firmenkonto – wie es bei den Spar- und VR-Banken der Fall ist – entstehen keine zusätzlichen Kosten. Diese würden das Termingeldkonto mit moderaten Zinsen für Unternehmen auch unrentabel machen.
Auch Negativzinsen auf das Betriebsvermögen müssen nicht befürchtet werden.
Welche Mindestanlagen gelten beim Firmenfestgeld?
Jede Bank bestimmt die Höhe der Mindestanlage anders. Fest steht, dass immer ein Mindestanlagebetrag angelegt werden muss. Dabei gilt: Je weniger das angelegte Kapital, desto niedriger ist der Festgeld-Zinssatz. Im Schnitt liegt das Minimum bei 5.000 €, auch 500 € und 50.000 € sind vereinzelt möglich.
Ähnlich unähnlich sind die maximal möglichen Anlagebeträge. Doch es gibt zwei Gemeinsamkeiten: Zum einen gibt es meistens eine Obergrenze, zum anderen liegt diese fast immer im Millionen-Bereich. Firmen müssen sich den Anbieter je nach dem verfügbaren Kapital sehr genau auswählen.
Es gibt sowohl für kleine Start-ups als auch für erfolgreiche mittelständische Unternehmen passende Anlagebeträge.
Ist diese Geldanlage für Firmen sicher?
Festgelder zählen zu den aktuell sichersten Anlagen auf dem Markt. Dies liegt an drei Haupteigenschaften:
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Die Laufzeit ist fest definiert.
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Der Zinssatz ist für die Dauer der Anlage unveränderbar festgeschrieben.
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Alle Einlagen bei deutschen Banken sind über Einlagensicherungsfonds immer bis 100.000 € je Kunde gesichert.
So geht Sparen mit der Firmenfestgeldanlage
Das Prinzip der Anlage sowie der Eröffnungsprozess gleichen denen für Privatkunden und ist besonders unkompliziert gestaltet.
Die Kontoeröffnung und -führung erfolgen fast immer über das Onlinebanking. Zur Eröffnung wird die gewünschte Laufzeit ausgewählt und ein Referenzkonto hinterlegt. Dieses kann, muss aber kein bei der Festgeld-Bank geführtes Geschäftskonto sein, und wird für alle Ein- und Auszahlungen genutzt.
Bei manchen Festgeld-Anbietern wird zusätzlich auch ein Verrechnungskonto eröffnet, welches als Zwischenschalte zwischen Referenz- und Festgeldkonto dient. In aller Regel handelt es sich dabei um ein Tagesgeldkonto, auf das der anzulegende Betrag eingezahlt und jährlich anfallende Zinsen ausgezahlt werden.
Nach der Eröffnung wird ein fester Anlagebetrag einmalig auf das Firmenfestgeldkonto überwiesen. Spätere Einzahlungen sind dann nicht mehr möglich. Der Geldbetrag wird dann für die vorher festgelegte Anlagedauer (mehrere Monate bis Jahre) zu garantierten Zinsen angelegt. Die Verzinsung ist fest und gilt über den gesamten Zeitraum, auch wenn sich die Zinspolitik währenddessen ändern sollte.
Erwirtschaftete Zinsen werden bei längeren Laufzeiten meist nach Ablauf eines Jahres wieder angelegt (Zinseszinseffekt). Ist das Firmenfestgeld nur für einige Monate angelegt, werden die Zinsen hingegen nach Ablauf der Laufzeit dem Referenzkonto gutgeschrieben.
Festgeld über Online-Banking beantragen
Wer bereits ein Geschäftskonto nutzt, kann oft über seine Bank auch ein Festgeld-Konto beantragen. Da du in dem Falle bereits verifiziert bist und alle Unterlagen vorliegen, entfällt auch der Großteil des Antragsprozesses. Über den Online-Zugang kannst du einfach unter den weiteren Bankprodukten das Festgeld auswählen und mit Kapital aus deinem Businesskonto aufstocken.
Es ist dabei auch egal, ob du ein kostenloses Geschäftskonto nutzt oder eine Premiumvariante. Die Kontomodelle bestimmen nicht den Zugang auf andere Banking-Produkte, sondern nur die Serviceleistungen.
Allerdings: Kostenlose Business Konten gibt es meist nur noch bei Neobanken und Fintechs, die sich allein auf den Zahlungsverkehr – und nicht auf Anlageprodukte – spezialisiert haben. Hier muss also größtenteils auf eine Drittbank für das Business Festgeld zurückgegriffen werden (Ausnahme ist FYRST).
Was sind die Vor- und Nachteile von Firmenfestgeld?
Um eine fundierte Entscheidung darüber zu treffen, ob Firmenfestgeld die richtige Anlageoption für dein Unternehmen ist, ist es wichtig, die Vor- und Nachteile genau zu kennen. Hier sind sie für dich aufgelistet:
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Keine zusätzlichen Kosten
-
Absolut risikofrei, da keine Spekulation (und sofern Anbieter nicht insolvent geht)
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Zinseszinseffekt bei Wiederanlage (thesaurierend)
-
Sehr beliebte Business Festgeldanlage
-
Flexibel wählbare Laufzeiten von wenigen Monaten bis 10 Jahren
-
Eher niedrige Zinsen im Vergleich zur Inflationsrate
-
Freiberufler und Selbstständige sind meist ausgeschlossen
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Es gelten Mindestanlagen
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Steuerlich nicht abgeltungsfähig
-
Geld ist für definierte Laufzeit gebunden
-
Vorzeitige Kündigung nur selten möglich
Unterschiede zwischen Festgeld und Tagesgeld für Unternehmen
Manches Jungunternehmen fragt sich, was Tages– und Festgeld für Unternehmen voneinander unterscheidet und ob nicht eventuell das Tagesgeldkonto die bessere finanzielle Entscheidung wäre. Wir klären auf:
-
1
Tagesgeld zeichnet sich hauptsächlich durch seine hohe Flexibilität aus. Es gibt ähnlich dem Girokonto keine feste Laufzeit. Dementsprechend kann das Tagesgeldkonto jederzeit und ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Auch der Sparbetrag ist frei wähl- und jederzeit änderbar. Zudem kannst du täglich über die eingezahlte Geldsumme verfügen und flexibel Geld abheben oder einzahlen.
-
2
Festgeld hingegen ist eine Termineinlage. Das bedeutet, dass das eingezahlte Kapital für einen bestimmten Zeitraum fest angelegt ist und du in dieser Zeit nicht darauf zugreifen kannst. Generell sind keine Änderungen nach der Eröffnung mehr möglich: weder Ein- oder Auszahlungen, noch eine vorzeitige Kündigung.
Die angelegte Geldsumme ist fest gebunden und steht dir in dieser Zeit nicht mehr zur Verfügung. Dafür profitierst du von besseren Zinssätzen als beim Tagesgeld, da Banken bei längeren Zeiträumen das Geld besser anlegen kann.
Wir haben alle wichtigen Eigenschaften von Tages- und Festgeld in folgender Tabelle übersichtlich gegenübergestellt:
Eigenschaft |
Festgeld |
Tagesgeld |
|---|---|---|
|
Zinsen |
fest und meist besser |
flexibel |
|
Laufzeit |
fest |
keine |
|
Kapitalverfügung |
nicht während der Laufzeit |
täglich |
|
Vorzeitige Kündigung |
nicht möglich |
möglich |
|
Referenzkonto |
Tagesgeld oder Firmenkonto |
Firmenkonto |
Festgeld für Geschäftskunden: Wer kann es nutzen?
Das Festgeld eignet sich für jedes Unternehmen, welches ausreichend Kapital zur freien Verfügung hat und dieses in absehbarer Zeit nicht benötigt. Durch die moderaten Zinsen eignet sich Firmenfestgeld nicht zur maximalen Renditegewinnung, kann aber ein Sicherheitsbaustein in einer diversifizierten Anlagestrategie des Unternehmens sein.
Hauptsächlich wird, ist das Firmenfestgeld als sicherer „Parkplatz“ für ungenutztes Firmenkapital genutzt. Da auch kurze Anlagedauer von einigen Monaten möglich sind, können Unternehmen ihr ungebundenes Geld festverzinslich anlegen und mit einer planbaren Rendite rechnen.
Damit ist Festgeld hauptsächlich für jene Firmen geeignet, die:
-
sich gegen die Inflation schützen,
-
Abschreibungen entgegenwirken,
-
Boni an ihre Mitarbeiter auszahlen, oder
-
für geplante Investitionen vorsorgen wollen.
Doch nicht immer stellen Geldinstitute ihre Firmenfestgelder für jede Unternehmensform zur Verfügung. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an Unternehmen, die in öffentlichen Register eingetragen sind.
Die Geschäftsform spielt dann keine Rolle. In manchen Fällen sind aber nur bestimmte Formen zulässig, oft nur folgende:
-
eingetragene Einzelunternehmen
-
GbR
-
UG
-
GmbH und GmbH & Co. KG
Hinweis: Institutionelle Kunden, Versicherungen und Banken sind grundsätzlich vom Firmenfestgeld ausgeschlossen.
Festgeld für Freiberufler und Selbstständige
Problematisch ist es hauptsächlich für jene Unternehmer, die als natürliche Person geschäftlich auftreten. Nicht jedes Kreditinstitut bietet ein Firmenfestgeld für Einzelunternehmer, Freiberufler sind oft gänzlich ausgeschlossen. Diese haben aber immer die Möglichkeit, die Angebote für Privatkunden als Alternative zu nutzen. Damit steht Freiberuflern und Einzelunternehmern sogar eine größere Auswahl an Festgeldern bereit.
Festgeld für Vereine und Stiftungen
Sonderfälle bilden auch Vereine und Stiftungen, die sowohl in ihrer Rechtsform als auch im Anlageziel anders bewertet werden müssen.
-
1
Vereine: agieren nach dem Prinzip der Gemeinnützigkeit. Ihre erwirtschafteten Gewinne dienen also nur dem Erhalt des Vereins sowie dem Gemeinwohl. Dementsprechend darf nur maximal ein Drittel des Vereinsvermögens investiert werden – genauer darf, die freie Rücklage nicht mehr als ein Drittel des Überschusses aus der Vermögensverwaltung betragen. Zudem muss ein Verein seine finanziellen Mittel zeitnah wieder ausgeben, so § 55 der Abgabenverordnung des Vereinsrechts. Zeitnah definieren diverse Gerichte dabei bis 2 Jahre. Für Vereine kommen also nur Firmenfestgelder mit Anlagedauer von einigen Monaten bis maximal 2 Jahren infrage.
-
2
Stiftungen: zudem verwalten viel Kapital. Dieses darf – genauso wie Renditen aus Geldanlagen – nur allein für den Stiftungszweck verwendet werden. Zudem muss das Geld sicher und gewinnbringend angelegt sein, da das Gebot zum sparsamen Umgang mit dem Stiftungsvermögen. Festgelder entsprechen mit den verhalten steigenden Zinsen langsam wieder diesem Vorsatz, bieten aber bisher nicht ausreichend hohe Renditen, um zusätzlich die Inflation auszugleichen.
Festgeld für andere Businesskunden
Hierzu zählen freiberufliche Mediziner, Wirtschaftsprüfer oder Juristen. Auch diese können bei einzelnen Banken ein Firmenfestgeldkonto eröffnen – aber eben nicht überall. Alternativ müssen auch sie auf private Festgelder zurückgreifen.
Wohnungseigentümergemeinschaften können ebenfalls das Firmenfestgeld nutzen. Hier muss aber von der Bank aus individuell überprüft werden, welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen. So bietet die DKB etwa für einzelne Business Kundengruppen maßgeschneiderte Anlagelösungen.
Was zeichnet ein gutes Business Festgeldkonto aus?
Festgeldkonten für Geschäftskunden überzeugen grundsätzlich mit ihren besonders hohe Sicherheiten und Planbarkeit durch die Festverzinslichung.
Ein gutes Festgeldkonto zeichnet sich darüber hinaus mit folgenden Eigenschaften aus:
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Angemessene Zinsen von über 2 %
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Gute Auswahl an möglichen Anlagezeiträumen
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Geringe Mindestanlage, um auch kleine Firmen zu bedienen, und um Flexibilität zu wahren
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Schnelle und unkomplizierte Eröffnung des Kontos
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Gut erreichbarer und kompetenter Kundenservice
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Einfacher Zugriff über das Online-Banking
Firmenfestgeld und Steuern
Im Gegensatz zu privaten Festgeldern ist bei Unternehmenskunden die Besteuerung von Kapitalerträgen nicht einheitlich geregelt. Kreditinstitute führen auch hier automatisch die Kapitalertragssteuer ab.
Aber: Dieser Vorgang hat keinen abgeltenden Charakter und dementsprechend können Firmen auch keinen Sparerfreibetrag geltend machen, um steuersparend ihr Geld anzulegen.
Vielmehr gilt das Prinzip „Abgerechnet wird zum Schluss“. Das bedeutet, dass gezahlte Steuern eher wie eine Art Vorauszahlung betrachtet werden müssen. Kapitalerträge von Unternehmen zählen zu den Betriebseinnahmen und werden entsprechend in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung verrechnet.
Welche Steuern genau anfallen, hängt dann von der Unternehmensform und -struktur ab:
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Kapitalertragssteuer
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Gewerbesteuer
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persönliche Einkommenssteuer (Personengesellschaften)
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Körperschaftssteuer (Kapitalgesellschaften)
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Solidaritätszuschlag, sofern Gesamteinkommen über dem Freibetrag liegt
Gelten Besonderheiten bei der Kündigung vom Termingeldkonto für Firmen?
Grundsätzlich gilt: Einmal abgeschlossen, kann das Firmenfestgeld nicht vor Ablauf der Laufzeit gekündigt oder teilweise entnommen werden.
Zudem muss das Business Festgeld aufgrund der Prolongation rechtzeitig gekündigt werden, sonst verlängert sich Vertrag automatisch zu den gleichen Konditionen (z. B. Zinssatz und Anlagedauer). Du als Kunde musst daher rechtzeitig reagieren, willst du dein Geld nicht aufs Neue fest gebunden haben.
Wenn überhaupt ist eine vorzeitige Kündigung laut § 314 BGB nur bei triftigen Gründen möglich. Welche dies genau sind, definiert jede Bank anders und es wird immer individuell von Fall zu Fall entschieden.
Gründe für eine vorzeitige Kündigung des Firmenfestgelds können sein:
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Tod
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Bezug von Arbeitslosengeld II
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Insolvenz des Kontoinhabers
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Insolvenz der Bank
Manche Bankhäuser bieten sogar zusätzliche Einlagensicherung bis mehrere Millionen Euro. Vor allem Unternehmen profitieren von dieser besonders sicheren Konstellation. Zum einen können sie fest und sicher mit den zu erhaltenden Zinsen planen. Zum anderen ist ihr Firmengeld krisensicher angelegt und fährt auch bei negativ laufenden Märkten keine Verluste ein.
Fazit
Abschließend kann man sagen, dass Firmenfestgelder besonders durch ihre stabilen Zinsen für Unternehmen wieder an Attraktivität gewonnen haben. Sie garantieren eine hohe Sicherheit und planbare Renditen, da die Konditionen für die gesamte Laufzeit festgeschrieben sind.
Für Firmen, die ihr Kapital langfristig und risikoarm anlegen möchten, ist das Business-Festgeldkonto also ideal. Es eignet sich allerdings weniger für flexible Sparstrategien oder kurzfristige Liquiditätsbedürfnisse. Hierfür sollten Unternehmen auf Alternativen wie Firmentagesgeldkonten oder Wertpapiersparpläne zurückgreifen, die mehr Flexibilität bieten.
Insgesamt bietet ein Firmenkonto mit Festgeld eine kalkulierbare und gratis Option zur Mehrung des Firmenvermögens, ohne dabei Schwankungen des Marktes ausgesetzt zu sein – eine solide Basis für eine sichere Finanzplanung im Unternehmenskontext.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Was ist Firmenfestgeld?
Wie funktioniert das Firmenfestgeld?
Wird beim Firmenfestgeld eine Mindestanlage verlangt?
Welche Laufzeiten sind möglich?
Welche Zinsen bietet ein Festgeldkonto für Firmen?
Gibt es Kosten beim Unternehmensfestgeld?
Für wen ist das Firmenfestgeld geeignet?
Kann ich während der Laufzeit über das Firmenfestgeld verfügen?
Welche Vorteile gibt es gegenüber anderen Geldanlagen für Geschäftskunden?
Wie kündige ich mein Unternehmensfestgeld?
Hast du dein Geld in Firmenfestgeld angelegt oder spielst mit dem Gedanken? Welche Vorteile siehst du dabei, welche Bedenken hast du? Lass uns an deinen Überlegungen teilhaben oder stelle deine Fragen unten in den Kommentaren. Gemeinsam können wir Licht ins Dunkel bringen!